PayPoint POS UG (haftungsbeschränkt)
AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung des PayPoint Kassensystems und der zugehörigen Module
Stand: Juni 2026
§ 1 Geltungsbereich
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software „PayPoint" einschließlich aller Module (Kassensystem, Lieferplattform-Integration, QR-Code-Bestellung, Webshop & App, Fahrer Terminal, PayPoint Drive, Restaurant Management, Cloud-TSE) zwischen der PayPoint POS UG (haftungsbeschränkt), Kolonnenstraße 8, 10827 Berlin (nachfolgend „Anbieter") und ihren Kunden (nachfolgend „Kunde").
- Das Angebot des Anbieters richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.
- Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
§ 2 Vertragsgegenstand
- Der Anbieter stellt dem Kunden die Software PayPoint als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Verfügung. Der Funktionsumfang ergibt sich aus dem jeweils gebuchten Tarif gemäß der aktuellen Preisübersicht unter get-paypoint.de/preise.
- Die Software wird auf den Servern des Anbieters bzw. seiner Dienstleister betrieben. Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht.
- Die Bereitstellung von Endgeräten (Tablets, Smartphones, Drucker) sowie der Internetzugang sind nicht Vertragsgegenstand und obliegen dem Kunden.
- Die Cloud-TSE wird als zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung im Sinne der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) bereitgestellt. Für die ordnungsgemäße Meldung des Kassensystems an die Finanzverwaltung (§ 146a Abs. 4 AO) ist der Kunde verantwortlich; der Anbieter stellt die hierfür erforderlichen Daten bereit.
§ 3 Vertragsschluss und Testphase
- Der Vertrag kommt durch Annahme des Angebots des Anbieters durch den Kunden zustande, spätestens mit Freischaltung des Kundenzugangs.
- Neukunden können PayPoint 30 Tage kostenlos und unverbindlich testen. Die Testphase endet automatisch, sofern der Kunde nicht in einen kostenpflichtigen Tarif wechselt.
§ 4 Preise und Zahlung
- Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Preise gemäß Preisübersicht. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
- Die Vergütung ist monatlich im Voraus fällig.
- Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter nach vorheriger Ankündigung berechtigt, den Zugang zur Software zu sperren, bis offene Forderungen ausgeglichen sind.
- Preisänderungen werden dem Kunden mindestens 6 Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Dem Kunden steht in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens zu.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
- Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.
- Abweichend hiervon hat das Modul Cloud-TSE zertifizierungsbedingt eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten; sie verlängert sich um jeweils 12 Monate, wenn sie nicht mit einer Frist von 3 Monaten zum Laufzeitende gekündigt wird.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
- Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail an kontakt@paypointpos.de).
- Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden seine aufbewahrungspflichtigen Kassendaten (insbesondere DSFinV-K-Export) für einen Zeitraum von 30 Tagen zum Abruf bereit. Die gesetzliche Aufbewahrungspflicht der Daten liegt beim Kunden.
§ 6 Verfügbarkeit
- Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Software von 99 % im Jahresmittel. Hiervon ausgenommen sind Zeiten geplanter Wartung sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z. B. Ausfall des Internetzugangs des Kunden, höhere Gewalt, Störungen bei Lieferplattformen).
- Die Kassenfunktion verfügt über einen Offline-Modus; die Synchronisation erfolgt nach Wiederherstellung der Verbindung.
§ 7 Pflichten des Kunden
- Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff unbefugter Dritter.
- Der Kunde ist für die inhaltliche Richtigkeit seiner Daten (insbesondere Speisekarten, Preise, Steuersätze) selbst verantwortlich.
- Der Kunde stellt sicher, dass seine Nutzung der Software den geltenden gesetzlichen Vorgaben entspricht, insbesondere den steuer- und gewerberechtlichen Pflichten seines Betriebs.
- Für die Anbindung von Lieferplattformen (Lieferando, Uber Eats, Wolt) benötigt der Kunde eigene Vertragsverhältnisse mit den jeweiligen Plattformen. Der Anbieter hat keinen Einfluss auf deren Konditionen, Verfügbarkeit oder Schnittstellenänderungen.
§ 8 Gewährleistung und Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.
- Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
- Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
- Für Datenverluste haftet der Anbieter nur, soweit diese auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden eingetreten wären.
§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
- Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß seiner Datenschutzerklärung und den Vorgaben der DSGVO.
- Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (z. B. Kundendaten aus dem Webshop, Fahrerdaten), schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO.
§ 10 Änderungen der AGB
- Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung unter Berücksichtigung der Interessen des Kunden zumutbar ist. Änderungen werden dem Kunden mindestens 6 Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als genehmigt; hierauf wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
§ 11 Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Berlin, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
